Archiv für die Kategorie ‘Coaching’

Nicht ohne mein GPS

25. Juli 2009

Wenn Sie etwas mit Rädern benutzen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie auch ein Navigationssystem haben. Dank GPS weiß es immer wo Sie sind, wohin Sie wollen und wo Sie waren. Aber wie bewusst ist Ihnen selbst Ihr Weg?

Ich persönlich halte mich gerne an den Spruch: „Das schöne an der Vergangenheit ist, dass sie vorbei ist. Das schöne an der Gegenwart ist, dass sie ein Geschenk ist. Und das schöne an der Zukunft ist, dass sie noch kommt.“

Wenn wir Geschenke erhalten, die wir als sehr schön empfinden und uns wirklich Freunde machen – also nicht jene, die nach diversen Konsumräuschen aus Höflichkeit oder Verpflichtung gedankenlos überreicht wurden und am Tag danach die Zugriffe auf eBay in die Höhe treiben -, empfinden wir dafür Dankbarkeit, die oft rasch in Vergessenheit gerät.

Im Moment – weil Wirtschaftskrise – ist es wieder sehr modern alles an das Universum zu delegieren. Sich vom Traumprinzen über Lottosechser diverses zu bestellen und einfach abzuwarten bis die Geschenke eintreffen. Es mag sein, dass „etwas“ zu all unseren Geschenken beiträgt, aber den Großteil tragen wir selbst mit unseren Einstellungen, Werten und Handlungen gegenüber anderen dazu bei.

Deshalb erhalten wir auf unserem Weg Begegnungen, Erlebnisse, Dinge für die wir dankbar sein können, werden von anderen gelobt und auf unsere, uns manchmal gar nicht (so) bewussten, besonderen Eigenschaften hingewiesen und haben kleine und große Erfolge in unserem Leben.

Um diese große Kraft und Energie, die uns durch die Erinnerung daran zu Verfügung steht, für die nächsten Schritte oder in herausfordernden Zeiten zu nutzen, empfehle ich meinen Klientinnen und Klienten ein GPS-Log anzulegen:

G wie Gratitude – Dankbarkeit: Studien*) haben gezeigt, dass man durch festhalten unserer Dankbarkeit glücklicher (und weniger deprimiert) ist. Notieren Sie also einmal pro Woche, oder wenn Ihnen spontan etwas einfällt, in Ihrem GPS-Log wofür Sie dankbar sind. Beginnen Sie einfach mit der Überschrift „Ich bin dankbar…“ und nennen Sie möglichst konkrete Personen, Erlebnisse, Begegnungen, Dinge.

P wie Praise – Lob: Lob ist wie ein Schatz, man findet es selten und es ist sehr wertvoll. Es führt uns Dinge vor Augen, die wir oft an uns selbst nicht erkennen und doch für andere so offensichtlich an uns vorhanden sind. Achten Sie darauf, ob Sie vielleicht bereits jetzt mehr Lob erhalten als Ihnen bewusst ist, und ob Sie es auch tatsächlich nehmen können. Eine erste gute Möglichkeit Einträge für Ihr GPS-Log zu sammeln ist es, Ihren besten Freunden (vielleicht per E-Mail) die Frage zu stellen: „Was weißt du über mich, dass ich selbst nicht sehe oder mir selbst nicht bewusst ist?“

S wie Success – Erfolg: Erfolg ist schön. Obwohl man erst heraus finden muss, was Erfolg eigentlich für einen persönlich bedeutet, so kennt jeder das Gefühl etwas geschafft, etwas erreicht zu haben. Dennoch werden Erfolge manchmal zu wenig gewürdigt. Stolz auf etwas zu sein ist nicht immer einfach. Beginnen Sie damit Ihre Erfolge in Ihr GPS-Log einzutragen. Vom kleinsten, wie den ersten Schritt für etwas gemacht zu haben, bis zum geilsten, für den Sie sogar Ihre besten Freunde um drei Uhr früh anrufen würden, nur um Ihnen davon erzählen zu können.

Ich wünsche Ihnen ein gefülltes GPS-Log und einen erfüllten Weg!


*) Emmons, R. A., & McCullough, M. E. (2003), Seligman, Martin E. P.; Steen, Tracy A.; Park, Nansook; Peterson, Christopher (2005)

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Mag. Michael Sicher, MSc [Coach Wien]
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Wenn jemand motiviert ist, dann The Boss

7. Juli 2009

Demotivierende Arbeit, keine Freude im Beruf. Das sind „Klassiker“ im Coaching. Motivationstrainings gibt es ungefähr 1,1millionen mal auf Google. Aber das beste, das ich je gesehen habe war am Sonntag im Ernst-Happel-Stadion: Bruce Springsteen – The Boss

Wahrscheinlich zähle ich zu der verschwinden geringen Minderheit, oder war gar der Einzige im Stadion, der die meisten Songs nicht einmal kannte. Aber was es heißt motiviert zu sein und seine Arbeit mit Freude und Enthusiasmus zu machen, konnte jeder erkennen.

Bruce Springsteen lebt für Musik. So intensiv, dass es ansteckend ist und sich schnell auf (mindestens) 40.000 Menschen überträgt. Er hat keine Standardshow einstudiert, kann aus seiner Erfahrung und Leidenschaft heraus einfach und jederzeit auf Publikumswünsche reagieren und frei improvisieren. Er braucht keine durchgestylte Bühnenshow, die vom Wesentlichen, oder wie bei anderen vielleicht sogar von Mittelmäßigkeit, ablenkt. The Boss gibt mehr als man erwartet und ist derart in Fahrt, dass er gar nicht aufhören kann: „I can´t stop now!“. Drei Stunden „Seminar“ über die Bedeutung von motiviert-sein in Reinkultur.

Wie motiviert sind Sie bei Ihrem Job? Wie motiviert im Vergleich zu Ihrem liebsten Hobbby? Natürlich leben wir in einer Gesellschaft, in der die meisten arbeiten müssen um Grundbedürfnisse erfüllen zu können. Also kurz gesagt: Es geht ums liebe Geld.

Wenn jemand sich im Job nicht entfalten kann und keine Motivation mehr hat, stellt sich meist die Frage, ob es nicht die Möglichkeit gibt, irgendetwas ander(e)s zu tun um Geld zu verdienen. Etwas, das man aus Überzeugung und mit Freude machen kann – und trotzdem Geld dafür bekommt. Das spannende daran ist, dass es durchaus mehr werden kann, da man etwas tut worin man wirklich gut ist. Nur muss man dazu seine Faszination über Geld stellen – wenn man auch manchmal zuerst dafür sorgen muss, dass man sich das kurzfristig leisten kann.

Träumen Sie doch einfach einmal davon, was Ihr Ding wäre, Ihre Leidenschaft, Ihre Motivation – die Bewegung hin auf ein wirklich geniales Ziel! Sie müssen nicht gleich aussteigen, aber testen Sie unverbindlich was es wäre, bei dem Sie einfach nicht aufhören können. Nicht, weil es von Ihnen erwartet wird, sondern, weil Sie nicht anders können.

Wobei funkeln Ihre Augen und springt der Funke Ihrer Begeisterung auf andere über?

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Sind SMARTe Ziele gescheit?

25. Juni 2009

Ihre Ziele sind Spezifisch, Messbar, Angemessen, Realistisch und Terminiert. Aber jetzt einmal ehrlich und unter uns: Wie viele dieser ganz klaren und konkreten Ziele haben Sie wirklich erreicht?

Welche dieser Eigenschaften, vermuten Sie, bremst Sie aus?

Finden wir es mit einem SMARTen Ziel heraus:

Angenommen, Sie suchen einen neuen Job. So wäre das Ziel zum Beispiel: (S) Ich möchte einen Job als Teamleiter, der mir Euro 4.000 im Monat bringt, dazu suche ich über Zeitungesinserate und Internet-Portale, erstelle eine professionelle Bewerbungsmappe und telefoniere nach. (M) Ich schreibe täglich drei Bewerbungen. (A) Für jede zehnte Bewerbung werde ich wahrscheinlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. (R) Meine Gehaltsvorstellungen entsprechen dem Markt, meine Qualifikation wird nachgefragt. (T) Ab 1. September habe ich meinen neuen Job.

Klingt doch gut, oder? Und so realistisch. Aber wie viel Kraft hat es?

Was halten Sie von folgender Variante?

Im Herbst habe ich meinen Traumjob! Ich leite ein Team von kreativen Köpfen, für die Arbeit und Spass keine Widersprüche sind. Mein Arbeitsplatz ist dort, wo ich schon immer Leben wollte und mein Büro… Alle Details und Annehmlichkeiten möchte ich gar nicht verraten! Mein Gehalt ist unanständig hoch, aber ich habe trotzdem Zeit, es mehr oder weniger sinnvoll auszugeben. Mein Team zählt zu den besten im Unternehmen und Top-Führungskräfte kommen schon mal zu mir um mich nach meiner Meinung zu fragen. Habe ich schon erwähnt, wie genial ich zu diesem Job gekommen bin?

Auch, wenn Sie Ihr eigenes Ziel selbst natürlich viel unrealistischer und mit viel mehr Emotion phantasieren können, merken Sie wahrscheinlich schon den Unterschied. Für ein geiles Ziel, geben Sie viel mehr…

Und jetzt?

Schreiben Sie Risiken auf, die Sie tatsächlich eingehen müssten um das Ziel zu erreichen. Seien Sie kreativ, wie beim Ziel selbst und legen Sie sich einen Plan zurecht um jedes dieser Risiken zu meistern. Überlegen Sie, welche Dinge Sie für Ihr Ziel tun müssten, die Sie wirklich nicht tun möchten, weil sie jenseits Ihrer Komfortzone liegen. Planen Sie trotzdem ein genaues Vorgehen für jeden Punkt.

Ist es wirklich wahr, dass Sie für unrealistische Ziele keine Motivation aufbringen? Oder ist das Gegenteil der Fall? Wobei werden Sie mehr dahinter sein?

Probieren Sie es aus!

UND realisieren Sie eines der für Ihr Ziel geplanten riskanten oder unangenehmen Dinge SOFORT!

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Buchtipp: One Small Step Can Change Your Life: The Kaizen Way

5. März 2009

One Small Step Can Change Your Life: The Kaizen Way

One Small Step Can Change Your Life: The Kaizen Way von Robert Maurer, Ph.D., ist ein Buch, das es einem schwer macht eine Ausrede zu finden, es nicht in seinem Leben anzuwenden um es besser zu machen.

Bei Kaizen geht es um Verbesserung oder das Erreichen von Zielen durch klein(st)e Schritte. Maurer beschreibt sie aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in einzelnen Kapiteln und anhand vieler praktischer Beispiele:

„Ask Small Questions“ widmet sich Fragen zur gewünschten, oder notwendigen, Veränderung, die so formuliert sind, dass sie keine Angst vor der Veränderung auslösen und täglich leicht zu beantworten sind. Es geht nicht darum zu fragen: „Wie komme ich zu meinem Traumjob?“, sondern zum Beispiel: „Was ist eine Eigenschaft eines Jobs, der mich total begeistert und mir Spaß macht?“

„Think Small Thoughts“ beschäftigt sich damit, kleine Veränderungen durch die geistige Vorstellung mit all unseren Sinnen für nur wenige Sekunden am Tag zu erleben, als würden wir sie bereits in der Realität durchführen. Wenn wir in unserer Vorstellung dann weiter machen und uns eine positive Reaktion darauf vorstellen sind wir bereit für den nächsten Schritt, der Vorstellung einer negativen Reaktion. Erst wenn wir auch damit mit Leichtigkeit umgehen können, geht es an die Umsetzung.

„Take Small Actions“ zeigt, wie wir winzige Schritte konstruieren können, die uns eventuell sogar als lächerlich erscheinen mögen, aber uns gerade deswegen wirklich zum Ziel führen. Um beispielsweise zum Traumjob zu kommen, könnte ein erster winziger Schritt sein, pro Tag nur ein Inserat zu lesen. Keine Angst, Eigendynamik stellt sich dann schnell ein. ;-)

„Solve Small Problems“ zeigt auf, dass sich größere Probleme oft schon durch sehr kleine Anzeichen ankündigen und wir diesen bereits unsere Aufmerksamkeit schenken sollen.

„Bestow Small Rewards“ regt dazu an, sich oder andere mit Kleinigkeiten zu belohnen und dass große Belohnungen nicht zielführend sind. Wie wäre es mit einem kleinen Kompliment – auch für sich selbst? Jetzt!

„Identify Small Moments“ zeigt schließlich nette Beispiele von kleinen Momenten im Leben, die zu sehr große Dinge hervorgebracht haben und lädt ein, auch Kleinigkeiten unsere Aufmerksamkeiit zu schenken. Edwin Land war zum Beispiel jemand, der es tat.

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Wie man zu einem Problem kommt

2. März 2009

„Ich habe ein Problem.“ wird manchmal einfach so dahingesagt. Aber was macht ein Problem wirklich aus?

Um ein Problem zu haben, müssen Sie einiges tun. Es ist gar nicht trivial. Sie müssen Ihr Problem aktiv erleben. Wenn Sie wissen, dass Sie ein Problem haben und darüber nachdenkken, reicht das noch nicht wirklich aus. Sie müssen es voll und ganz wahrnehmen.

Dazu müssen Sie zunächst Ihren Istzustand aufgrund Ihrer Erfahrungen, Überzeugungen und einigem Mehr, ausführlich beschreiben, ihn sich erklären und ihn bewerten. Sie müssen Ihre Schlussfolgerungen daraus ziehen.

Gleichzeitig müssen Sie aber auch eine klare Vorstellung von Ihrem gewünschten Ziel, dem Sollzustand, haben, der um ein Vielfaches verlockender sein musss als Ihr erlebter Istzustand. Dabei hilft es ungemein, wenn Sie dadurch den Istzustand noch schlechter wahrnehmmen. Nur haben Sie Ihr Problem immer noch nicht.

Worauf es nun wirklich ankommt ist, Lösungsversuche zu starten, bei denen Sie immer wieder scheitern. Erst dann haben Sie Ihr Problem.

Da Sie jetzt wissen, wie Sie zu Problemen kommen, ist es manchmal hilfreich, sich diesem Ablauf bewusst zu werden. Dann fällt es auch leichter, sich auf die Frage zu konzentrieren:

Welche Möglichkeiten gibt es eventuell, mein Ziel zu verändern?

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Job-Bahnhof statt Abstellgleis

8. Februar 2009

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist mit mehr als 300.000 Arbeitslosen unverändert kritisch. Neuorientierung wird oft zu einem Muss. Eine gute Möglichkeit dafür bieten systemischen Aufstellungen.

Ich freue mich die Idee meines Kollegen Michael Schrittwieser zu unterstützen um Arbeitssuchenden und Menschen, die sich beruflich verändern möchten, zu helfen ihre berufliche Entscheidung zu treffen und ihre Zukunft aktiv anzugehen.

Dabei ist uns besonders wichtig, das Werkzeug der systemischen Aufstellungsarbeit möglichst vielen Menschen zugänglich machen zu können. Die Teilnahmegebühr richtet sich daher nach dem aktuellen Einkommen. Weiters haben Teilnehmerinnen und Teilnehmern die spontane Auswahlmöglichkeit aus einem von drei ehrfahrenen Aufstellungsleitern. Das Team besteht aus Michael Schrittwieser, Sylvia Fischer und mir.

Die Themen dabei können vielseitig sein und unter anderem Fragen zum Wiedereinstieg, zur Entscheidung zwischen Jobangeboten, sowie zu Herausforderungen und Konflikten im bestehenden Job umfassen. Auch Fragen zum Start in die Selbständigkeit können behandelt werden. Systemische Aufstellungsarbeit trägt hier dazu bei, Klarheit in Entscheidungssituationen zu finden, verwirrende und belastende Situationen zu bereinigen, die Wahrnehmung auf das Ziel zu fokussieren und den Zugang zu unbewussten Potenzialen (wieder) zu erlangen.

Die nächste Möglichkeit das eigene berufliche Thema aufzustellen gibt es wieder am Samstag, dem 21. Februar 2009, in 1030 Wien.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.freude-am-leben.at/.

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Können Sie sich über Ziele wundern?

29. Januar 2009

Vorgaben, Ziele, To-Do-Listen bestimmen immer mehr das Leben. Und oft genug sind es nicht einmal die eigenen. Aber worum geht es Ihnen persönlich wirklich?

Der Großteil meiner Klienten ist derart BUSY, dass sie manchmal nicht einmal mehr merken, wie sehr sie ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen. Immer neue, und manchmal unrealistische, Zielerreichungen werden von Ihnen gefordert.

Spätestens wenn das alles zu viel wird, hilft es ungemein Ihnen die „Wunderfrage“ zu stellen. Sie wurde von Steve DeShazer entwickelt und mit großem Erfolg für seine Klientinnen und Klienten eingesetzt.

Gerade für BUSYPEOPLE, für die im Alltag meist nur hard facts gelten, mag diese Frage nicht sofort leicht zu beantworten sein. Dennoch zahlt es sich aus, sie zu beantworten (und nicht nur darüber zu lesen).

Und deshalb stelle ich Ihnen diese vielleicht etwas komische und schwierige Frage. Zugegeben, Sie brauchen etwas Fantasie um Sie zu beantworten.

Nachdem Sie diesen Text gelesen haben, werden Sie heute irgendwan, oder schon jetzt, zuhause sein… Vielleicht noch mit jemanden sprechen, zu Abend essen und eventuell noch etwas unternehmen.

Und irgendwann werden Sie müde und gehen schlafen,… und irgendwann… schlafen Sie dann ein.

Und… angenommen… in dieser Nacht geschähe ein Wunder,… und das Wunder bestünde darin,.. dass alle Probleme und Sorgen, die Sie beschäftigen… gelöst sind,… auf einen Schlag,… einfach so,… und das wäre ja wirklich ein Wunder, nicht wahr?

Und wenn Sie dann morgen Früh aufwachen,… und Ihnen niemand sagt, dass dieses Wunder geschehen ist,…

woran könnten Sie dann erkennen, dass dieses Wunder passiert ist?

Nehmen Sie sich die Zeit, diese Frage ehrlich und für sich selbst, am besten schriftlich, zu beantworten, bevor Sie dann noch bemerken…

Wer außer Ihnen bemerkt als Erstes dieses Wunder?

Wie reagiert die Umwelt auf Ihr verändertes Verhalten oder Ihre andere Einstellung?

Und wie reagieren Sie wiederum auf dieses Reaktionen?

Das war weitaus mehr als nur ein Gedankenexperiment. Sie werden sehen.

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Sie haben noch ein knappes halbes Jahr

2. August 2008

Vielleicht sind, oder waren Sie schon auf Urlaub – beziehungsweise „Teilzeiturlaub“, wie viele BUSYPEOPLE ihn kennen. Aber haben Sie schon daran gedacht, dass Ihnen bereits in knappen sechs Monaten wieder gute Vorsätze einfallen, die Sie versuchen im neuen Jahr umzusetzen?

„Radikale“ Veränderungen, wie sie gute Vorsätze zu Silvester meist sind, mögen wir eigentlich gar nicht. Warum hätten wir die Vorsätze dann nicht schon längst umgesetzt ohne auf das magische Datum 1. 1. zu warten oder würden wir sie länger als bis in Kalenderwoche 2,5 durchziehen?

Das Ziel der Veränderung kann schon herausfordernd sein, nur ist es leichter zu erreichen, wenn die Veränderung langsam und in kleinen Veränderungen entstehen kann.

Haben Sie schon versucht einen 100er-Nagel mit möglichst wenig Schlägen in einem Holzbalken zu versenken? Wie würden Sie vorgehen? Wahrscheinlich konzentrieren Sie sich voll auf den Nagel, fordern alle auf ruhig zu sein, damit Sie nicht abgelenkt werden. Sie sind angespannt, der Druck ist gross. Dann holen Sie aus, ein Mitbewerber macht eine mehr oder weniger witzige Bemerkung und Sie treffen den Nagel mit woller Wucht – so schief, dass er sich auf einem Foto selbst nicht mehr erkennen würde.

Was aber, wenn Sie es langsam angehen, mit mehreren gezielten und weitaus weniger wuchtigen Schlägen? Sie sparen Energie, merken weiterhin was rund um Sie geschieht. Bemerkungen bringen Sie nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil, Sie können sich mit anderen unterhalten, während der Nagel kerzengerade und ohne viel Kraftaufwand seine neue, stabile Position erreicht hat.

Verbiegen Sie sich nicht wie ein 100er-Nagel, der mit voller Wucht getroffen wird um etwas gravierendes in Ihrem Leben zu verändern. Gehen Sie es langsam, aber konsequent an. Wissen Sie schon was es bei Ihnen sein wird und Sie zu Silvester schon umgesetzt haben werden? Wie gehen Sie es jetzt konkret an? Sie haben mehr als 180 Tage Zeit…

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Metaprogrammtest

26. Juli 2008

Sind Ihnen Ihre alltäglichen Denk- und Verhaltensweisen bewusst?

Mit dem Metaprogrammtest erkennen Sie Ihre Strategien, erhalten Anregungen zum Ausbau Ihrer Fähigkeiten und werden bemerken, warum Sie sich mit manchen Menschen besser verstehen als mit anderen.

Der Metaprogrammtest dauert ungefähr 30 Minuten und ist anonym und gratis. Bevor Sie beginnen, können Sie sich gerne ein Beispiel-Ergebnis ansehen.

Zum Metaprogrammtest

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Höflichkeit durch Pünktlichkeit und Verlässlichkeit. Aber kein Zeitmanagement.

26. Juli 2008

Ausführlich über Höflichkeit, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit zu schreiben ist auf den zweiten Blick gar nicht so einfach. Alle drei lassen sich nämlich ganz einfach auf Eines zusammenfassen: Respekt. Was bleibt ist Zeit.

Umgangsformen, die Höflichkeit zum Ausdruck bringen, sind im Geschäftsleben unerlässlich. Vom Bewerbungsgespräch über Vertragsverhandlungen bis hin zu Präsentationen vor dem Vorstand. Viele dieser Verhaltensregeln, beginnend mit dem „Bitte-“ und „Danke-Sagen“, wurden uns bereits in unserer Kindheit beigebracht. Wir können sie spätestens seit 1957 in Elmayers „Gutes Benehmen wieder gefragt“ nachlesen. Oder in unterschiedlichsten Seminaren zur „Business-Etikette“ und zu „Karrierefördernden Umgangsformen“, meist sogar länder- und kulturspezifisch, aneignen und antrainieren. Doch geht es bei Höflichkeit wirklich ausschließlich darum?

Höflichkeit ist vielmehr eine Einstellung zu – und ein respektvoller Umgang mit sich selbst. Und vor allem gegenüber und mit anderen Menschen. Leider beginnt hier manchmal schon eine Diversifizierung zwischen Menschen. Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, wie manche Menschen im Geschäftsleben Höflichkeit darüber definieren, mit wem sie es zu tun haben. Kennen Sie auch Kolleginnen und Kollegen oder Führungskräfte, die, formulieren wir es einmal so, abhängig von der Richtung in die sie kommunizieren, mehr oder weniger höflich sein können?

Ähnlich scheint es mit Verlässlichkeit zu sein. Können Sie sich im gleichen Masse auf Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auf Ihre Vorgesetzten verlassen? Gerade hier kommen ganz besonders unser eigenen Werte und Überzeugungen ins Spiel. Daher hilft es uns sehr zu wissen, was uns am wichtigsten ist und uns antreibt. Wo liegen beispielsweise Ihre Prioritäten bei der Vorbereitung eines Meetings in letzter Minute? Bei einer perfekten Vorbereitung, bei der Familie oder bei etwas ganz anderem?

Viel spannender ist jedoch in diesen Fällen die Frage, ob wir jemanden oder etwas erlauben, unsere Werte (kurzfristig) umzuordnen. Oder ob wir es selbst und bewusst tun, um Unvorhergesehenes zu bewältigen. Denn jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass es eben manchmal „nicht anders geht“. Die Betonung sollte jedoch dabei ausdrücklich auf „manchmal“ liegen. Viel zu oft schleicht sich dieses „es geht nicht anders“ in unseren Alltag ein und wird zur Gewohnheit. Wenn Sie sich dessen bewusst sind und sich die Fragen nach den Werten anderer stellen, fällt es Ihnen leichter abzuschätzen, wie sehr Sie sich auf andere verlassen können. Zum Beispiel um Pufferzeiten einzuplanen, wenn Sie Dinge von anderen benötigen, um Ihre Aufgaben selbst pünktlich abzuschließen.

Damit schließt sich zwar der Kreis von Höflichkeit, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit. Aber wie managen Sie eigentlich Ihre Zeit, um Ihre eigene Pünktlichkeit zu gewährleisten? Welche Zeitmanagement-Techniken verwenden Sie bereits?

Viele meiner Klientinnen und Klienten sind im Laufe der Beantwortung dieser Fragen erstaunt und überrascht, wenn ihnen dabei bewusst wird, dass sich ihre Zeit gar nicht managen lässt. Obwohl uns das zahlreiche Bücher und Seminare immer noch verkaufen möchten. Das Gerücht hält sich vehement.

Zeit vergeht, verrinnt, verstreicht. Aber managen lässt sie sich nicht. Daher liegt es an uns, die Zeit möglichst gut zu nutzen. Es geht um unsere Zeitkompetenz.

Meist beginnt man sich über „Zeitmanagement“ Gedanken zu machen, wenn für so viel zu tun, nur mehr so wenig Zeit übrig ist. Dann müssen rasch Methoden und Werkzeuge her, die aus immer wieder neuen Generationen des Zeitmanagements entstehen. Das Problem dabei ist jedoch, dass nicht alle Menschen gerne mit Listen oder Prioritäten arbeiten. Es wird immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Integration dieser Techniken in den Alltag manchmal nur von kurzer Dauer ist und der gewünschte Nutzen ausbleibt.

Beim Entwickeln der eigenen Zeitkompetenz geht es vorerst darum, sich über seine Bedürfnisse und langfristigen Ziele klar zu werden: Was ist Ihnen wichtig? Was wollen Sie erreichen?

Die Beantwortung muss nicht gleich eine Reise zu sich selbst oder zur Entdeckung des Sinn des Lebens werden. Sondern soll Raum schaffen, um eine Ausrichtung zu finden. Wenn Sie sich darüber klar sind, werden Sie Ihre Termine klarer ausrichten. Sie können Ihre Pünktlichkeit genießen, weil Sie sich bewusst Zeit für die Vorbereitung nehmen und Wartezeiten effizient nutzen. Sollten Sie dann doch einmal und nicht aufgrund äußerer Umstände unpünktlich sein, können Sie sich immer noch die Frage stellen: Was war mir wichtiger?

Wenn Sie Ihre Richtung kennen, können Sie die vier Quadranten von Stephen Covey nutzen und Ihre Zeit nach wichtigen/dringenden, wichtigen/nicht dringenden sowie nicht wichtigen/dringenden, nicht wichtigen/nicht dringenden Tätigkeiten organisieren.

Aber haben Sie schon daran gedacht, Ihre Aufgaben danach zu gruppieren, ob Sie Ihnen Spaß machen oder nicht. Ob Sie diese machen möchten oder machen müssen?

Die Herausforderung besteht nun darin, Dinge, die Sie erledigen müssen, Ihnen aber keinen Spaß machen, für Sie attraktiver zu gestalten. Sie können dazu beispielsweise Verbindungen zu den für Sie wichtigen Dingen herstellen. Diese mit anderem kombinieren, das Ihnen Spaß macht. Oder Ihren Tagesablauf so organisieren, dass Sie sich Energie dafür aus Tätigkeiten holen, die Sie tun möchten und einen gewissen Spaßfaktor für Sie haben. Experimentieren Sie damit und finden Sie heraus, welche die beste Reihenfolge für Sie ist? Wie viel Raum Sie Spontaneität geben können. Und ob Sie Ihre Arbeitsumgebung für besondere und herausfordernde Tätigkeiten attraktiver gestalten können.

Die Erfahrungen und Feedbacks zeigen, dass schon alleine durch die Beschäftigung damit einiges in Bewegung kommt und daraus eine besondere Qualität der Zeitkompetenz entsteht. Überrascht es Sie jetzt noch, dass Ihre (Lebens-) Zeit sehr viel mit Höflichkeit und Verlässlichkeit zu Ihnen selbst zu tun hat?

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